Zusammenbruch als Chance oder die «One-Minute-Erleuchtung»

Die letzten Tage und Wochen scheinen für viele Menschen recht turbulent zu sein.
Wie ergeht es dir? Kennst du das Gefühl, wenn alles zerbröckelt worauf du dein Leben aufgebaut hast? Das Kartenhaus bricht in sich zusammen und kein Stein steht mehr auf dem anderen. Wir leben in einer Zeit der Wandlung und Veränderung. Alte Systeme funktionieren nicht mehr. Es beginnt zu bröckeln, ob in der Wirtschaft, in der Familie, im Beruf. Einige brechen vollends zusammen, für andere ist es früh genug hinzuschauen, zu handeln und zu verändern, was nicht mehr stimmt.

Der Zusammenbruch
Ich erinnere mich an den Tag, an dem mein Kartenhaus zusammenbrach.
Mein Lebenspartner Thomas ist gestorben, einfach so zusammengebrochen, neben mir im Kino – Herzinfarkt. Was für ein Schock! Meine Liebe, mein Leben, alles schien verloren. Doch irgendetwas tief in mir drin wusste, dass es Sinn machte nach vorne zu schauen und weiterzugehen. Irgend eine Kraft hat mich immer weiter vorwärts getrieben. Hat mir Mut gegeben nach vorne zu schauen und weiterzugehen. Es waren sicher meine lieben Freunde und meine Familie, die mich eine zeitlang getragen haben. Doch irgendwann musste ich wieder aufstehen und auf meinen eigenen Füssen stehen.


Schöpfer oder nicht?
Es waren einige neue Menschen in mein Leben getreten, die mir über Dinge erzählten, mit denen ich am Anfang wirklich nichts anfangen konnte. “Es gibt kein Schicksal.” “Das ist dein Lebensplan.” “Du bist Schöpfer deines Lebens.” “Du musst jetzt loslassen.” Das war mir alles etwas zuviel auf einmal und es hat eine Weile gedauert, bis es mir zu dämmern begann. Ich habe Bücher zum Thema Leben und Tod verschlungen wie ein hungriger Wolf. Die tiefen Gespräche mit den lieben und weisen Menschen haben mich immer wieder einen Schritt weiter gebracht. Immer zur rechten Zeit bekam ich wieder ein Stück Wissen, eine Information, die genau zu diesem Zeitpunkt die richtige für mich war. So habe ich mich auf den Weg gemacht – zu mir selbst. Ich habe erkannt, dass ich wirklich die Verantwortung für mein Leben trage. Für ALLES, was darin passiert. Das ist eine schöne Erkenntnis doch ernüchternd zugleich. Ich soll gewollt haben, das mein Freund stirbt? Ich soll mir das erschaffen haben? Na gut, die schönen Dinge in meinem Leben, die nehme ich gerne auf mein Schöpferkonto. Aber das? Das war definitiv zu viel. Für mich war klar, das habe ich NIEMALS gewollt – oder doch?


Was bin ich?
Aha, jetzt geht es einen Schritt weiter. Wer ist denn eigentlich ICH? Bin ich dieser sexy Frauenkörper mit den schönen blonden Haaren? Bin ich die Bankerin? Bin ich die Tochter? Bin ich die Freundin? Bin ich das alles oder bin ich nichts von alledem? Irgendwie spürte ich, dass ich mehr bin als all dies. Wieder verging eine lange Zeit. Viele Bücher und Gespräche später, doch vor allem nach viel Zeit mit mir selbst, durfte ich es ERLEBEN. FÜHLEN. ICH bin ICH. Ein Seelenwesen verkörpert auf dieser Erde. Nun gut, wir wollen jetzt nicht zu esoterisch werden, sonst verliere ich hier schon die ersten Leser…. ;c) Doch ob du es glaubst oder nicht, du bist mehr, als dass du glaubst zu sein. Doch dieses Wissen findest du weder in Büchern noch irgendwo im Aussen. Tief in dir drin schlummert eine Intelligenz, die so gewaltig ist, so wunderschön, so weise, dass es wirklich fast nicht zu glauben ist. Denn dein Verstand wird dir immer Gründe liefern, wieso dies oder jenes nicht möglich ist. Der Verstand möchte ergründen, wissen. Doch Wissen ist nicht Weisheit. Ich hatte soviel Wissen in meinem Kopf, doch es war nicht in meinem Herz verankert. Ich habe gewusst, doch nicht gefühlt. Nach einigen Jahren und vor allem durch das erforschen meines Bewusstseins mit Free Spirit® ist es mir endlich gelungen, mein Wissen in Weisheit zu transformieren. Was für eine Befreiung – was für ein Leben!


Liebe und Leiden
Heute stehe ich hier und sage, ja, der Tod von Thomas ist das Beste, was mir passieren konnte. Ich wollte erfahren was heisst, einen lieben Menschen zu verlieren. Ich wollte lernen, was Leben und Tod heisst. Ich wollte wachsen durch leiden. Ups?! Was ist denn das? Ich will wachsen durch leiden? Also dass kann ja nicht die angenehme Variante sein im Leben. Und richtig, ständig habe ich wieder Situationen in mein Leben geholt um zu leiden. Denn Leid gibt Aufmerksamkeit von Aussen, vermeintliche Liebe. Diese Erkenntnis war ebenso ernüchternd. Aber was jetzt? Was kann ich tun? Wieso will ich leiden? Wieso will ich Aufmerksamkeit? Aha! Da ist der Hund begraben. Ich suchte meine Bestätigung immer im Aussen. Ein toller Job, mutig sein, gut aussehen, tolle Ferien, ein schönes Haus und und und…. Aber ist das meine Befriedigung fürs Leben? Nein! Ich will LEBEN – LIEBEN! Und die Liebe ist wahrlich zu kurz gekommen. Also eigentlich ist es ja andersrum. Denn die Liebe ist ja IMMER da. Liebe IST. Doch ich habe als kleines Kind beschlossen, die LIEBE nicht mehr in mein Leben zu lassen. Denn meine Erfahrung war, wenn ich liebe, werde ich verletzt. Das wollte ich nie mehr erleben. So habe ich die Tür zu meinem Herzen zugesperrt, den Schlüssel dreimal umgedreht und diesen weggeworfen in den Ozean meiner Ängste. Und das wars. Jahrelang bin ich durch die Welt gewandelt, eingepackt in meinen Kokon der Ängste und habe nichts an mich rangelassen. Der Preis dafür habe ich bitter bezahlt. Denn so durften auch die schönen Dinge nicht in mein Leben treten. Was für eine Illusion! Wieder eine bittere Erkenntnis.


Loslassen
Behutsam habe angefangen in den Ozean meiner Ängste zu tauchen. Und das ist gar nicht so schlimm, wie ich gedacht habe. Denn dabei habe ich auch noch gelernt loszulassen. Und weisst du wie das geht? Alle reden vom Loslassen, doch keiner sagt dir wie es geht. Willst du es wissen? Ja? Der Schlüssel heisst: ANNEHMEN! Annehmen, alles was ist, alles was war, alles was du fühlst. Wut, Hilflosigkeit, Ängste, einfach alles was da ist. Und dies machst du von nun an nicht nur im Kopf, sondern du fühlst, wie es sich anfühlt. Wenn du es fühlen kannst, wird es von alleine weniger. Denn du weisst ja, dass du Schöpfer deines Lebens bist und somit auch deiner Gefühle.


Annehmen
So habe ich ganz tief verborgen den Schlüssel zu meinem Herz wieder gefunden, der heisst: in Liebe annehmen. Mich annehmen so wie ich bin, das Leben, die Menschen, die Situationen, ALLES. Ich habe ganz behutsam die Türe zu meinem Herzen wieder geöffnet und bin nun daran, mich im wahren Lieben und Leben zu üben. Da ist mir am Anfang recht schwer gefallen, wie schnell fällt man wieder in die alten Muster. Dort fühlt man sich sicher und es ist ja so bequem. Doch wenn ich das bemerke, entscheide ich mich immer wieder für die Liebe, für mich und staune, was alles passieren darf. Schritt für Schritt. Ich habe angefangen, das Leben zu lieben, mich zu lieben, die Situationen zu lieben. Und auch mir gelingt das mal mehr und mal weniger. Es geht nur darum zu erkennen, wieso es denn nicht gelingt. Was steckt dahinter, was ist mein Muster? So hat es angefangen richtig Spass zu machen.


Ich bin eine Lebensforscherin geworden, erkunde mein Bewusstsein, mich und die Menschen. Lebensfreude – das wünsche ich auch dir!

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