Über amputierte Brüste, Mut und wahres Bewusstsein

Die Schlagzeile der letzten Woche: Angelina Jolie hat sich aus Angst vor Krebs die Brüste amputieren lassen. Ein Aufschrei in der Männerwelt – Fragezeichen in vielen Köpfen.


Was soll das nun wieder? Ist das wirklich Mut? Wie viele Frauen rennen nun zu ihrem Arzt, lassen sich diesen Gentest machen und folgen allenfalls dem grossen Vorbild auf den Operationstisch? Das Portmonee der Herrschaft in weissen Kitteln mag es freuen. Doch wo ist hier die Verhältnismässigkeit?

Angelina zitiert: „Nun müssen meine Kinder keine Angst mehr haben, Ihre Mutter an Brustkrebs zu verlieren“. Was für eine Illusion! Die Angst bleibt und somit auch das Risiko. Sich vor Angst selbst zu verstümmeln und nun hoffen alles sei gut? Weit gefehlt!

Ihr dürft mich nicht falsch verstehen. Ich verurteile diese Handlung nicht. Sie hat sich für diesen Weg entschieden und das ist gut so. Wie oft handeln wir nach bestem Wissen und Gewissen, um nach einiger Zeit festzustellen, dass es wohl doch nicht die richtige Entscheidung war.

Wir wachsen und entwickeln uns weiter. Immer wieder gelangen wir an Punkte im Leben, wo wir wichtige Entscheidungen treffen müssen. Und genau zu diesem Zeitpunkt entscheiden wir IMMER richtig. Wenn wir später mehr wissen und über eine andere Sichtweise verfügen, bleibt uns nichts anderes übrig als Verantwortung für die eigenen Fehler zu übernehmen und sich selbst zu vergeben.

Wer kennt das nicht? Wer hat noch nie einen Fehler gemacht?
So ist es schlichtweg der Weg unseres Lebens immer weiterzuschreiten und unsere Handlungen möglichst im Einklang mit unseren Werten zu bringen. Wenn du dich selbst belügst und dich verbiegst, um der Welt da draussen gerecht zu werden, kann das auf Dauer nicht funktionieren.

Es gilt achtsam zu bleiben, wo unsere tiefen Ängste verborgen sind und dass wir uns nicht von ihnen leiten lassen. Auch mit den Ängsten, ist es wie mit allen anderen Dingen im Leben. Du kannst nicht sagen, „Ich habe jetzt keine Angst“. Wenn die Angst da ist, ist sie da – Punkt. Jetzt geht es darum, die Angst zu fühlen, sie darf da sein. Lass sie sein, lass sie zu. Wenn dir das gelingt, wird sich deine Angst von alleine auflösen. So einfach ist das. Und wenn es so einfach wäre, würde es ja jeder tun – ich tue es!

Die Angst mitzunehmen und es trotzdem zu tun – das ist MUT.

So wünsche ich dir viele mutige Herzensschritte in deinem Leben!

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